Dies ist ein (unvollständiger) Auszug aus dem gedruckten Buch .

„Perfektionismus ist die Stimme des Unterdrückers, der Feind jedes Menschen. Er engt Sie ein Leben lang ein und macht Sie verrückt […]. Ich glaube, dass Perfektionismus auf der besessenen Vorstellung beruht, dass man nicht sterben würde, wenn man nur sorgfältig genug voranschritte und jeden Trittstein genau träfe.” (Anne Lamot)

Streben nach Perfektion

Sicher kennen Sie die 80:20-Regel, die offiziell „Pareto-Prinzip“ heißt: Auf Entwicklungsaufwände angewandt besagt sie, dass 80 Prozent der Resultate in 20 Prozent der gesamten Zeit eines Projekts erreicht werden. Die restlichen 20 Prozent der Resultate verursachen die weitaus meiste Arbeit. Zwar lässt sich dieses Prinzip für Softwareprojekte nicht formal beweisen, aber viele Beispiele zeigen seine Gültigkeit.

Wenn also in Ihrem Projekt mal wieder ein vermeintlich kleiner Baustein einen Großteil der Aufwände verschlingt, könnten Sie sich bei Herrn Pareto bedanken – wäre er nicht schon vor vielen Jahren verstorben.

Das Pareto-Prinzip ist jedenfalls der Grund, warum Perfektion so fürchterlich teuer und schwierig ist. Perfektionisten tendieren dazu, das Pareto-Prinzip zu leugnen und zu behaupten: „Das trifft bei uns nicht zu, wir haben alles im Griff!“

Im Kontext von Softwarearchitekturen begehen solche Perfektionisten aus unserer Erfahrung typischerweise folgende Fehler. Sie streben nach

  • perfekter Organisation von Teams und Abläufen
  • perfekter Dokumentation
  • perfekten Entscheidungen
  • perfekten Strukturen, technischen Konzepten und perfektem Code.

Pragmatisch

Bleiben Sie pragmatisch – auch mit 80 -Prozent-Lösungen können Sie gute Software entwerfen, entwickeln und bauen!

Verwandte Muster

  • Der Perfektionist übertreibt es mit den Sichten des Vielsehenden, erfindet neue und arbeitet sie bis zum Exzess aus. Das er scheint uns in den meisten Fällen als zu viel Arbeit.

  • Der Perfektionist vergisst die strukturierte Faulheit und gerät somit schnell in Gefahr, zu viel zu produzieren.

  • Perfektionismus führt zu Übertreibung: Zu viel des Guten in Reinform.
  • Der Perfektionist kann in Toolistan wochenlang über noch bessere Werkzeuge diskutieren, ohne das eigentliche System zu verbessern.

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